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Warum der Black Friday in die Tonne gehört. #CircularMonday

A circular economy is based on the principles of designing out waste and pollution,

keeping products and materials in use, and regenerating natural systems.

 

Alle Jahre wieder bekleben Einzelhändler ihre Schaufenster schrill und locken mit irrsinnigen Rabatten, gleichzeitig werden im Netz Online-Marketing-Offensiven gestartet und jede/r Konsument:in wird mit Produktideen und Angeboten überschwemmt. Man könnte meinen, die Welt bestehe nur noch aus Mangel. Mangel an Kühlschränken, Laptops, Spielekonsolen und Espressomaschinen. Als trügen wir des Kaisers neue Kleider, wären also alle nackt. Als hätten wir nichts, aber bräuchten alles – und noch viel mehr davon. So wird es uns zumindest überall suggeriert. Das ist doch Bullshit! Die meisten von uns haben, dankenswerter Weise, einen vollen Kleiderschrank, funktionierende Technikgeräte, diverse Pflegeprodukte und vor allem: einen gesunden Verstand. Der sollte uns schützen vor Kaufrausch und Überkonsum. Und er sollte uns anhalten zu Augenmaß, zur Anschaffung von hochwertiger, langlebiger Ware und zum Reparieren dieser, wenn doch mal was kaputt geht, statt neu kaufen. Damit beschäftigt sich die Gegenbewegung des Black Fridays: der White Monday – jetzt Circular Monday genannt. Er findet jeden Montag vor dem Black Friday, also dieses Jahr am Montag, den 23. November, statt.

 

Technik kauf ich gebraucht

Wir konsumieren viel zu viel, der Earth Overshoot Day ist jedes Jahr früher, unser Planet ist ausgewrungen von unserem Überkonsum und das, obwohl einige bevölkerungsreiche Schwellenländer gerade erst einen Schub in Richtung mehr Kaufkraft bekommen. Hier setzt der Circular Monday an und fordert uns, die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Die in Schweden gegründete Bewegung will uns bewusst machen, dass wir einen Kreislauf schaffen und uns von diesem linearen Konsum, der einfach nur in die Tonne führt, trennen müssen. Bei der Kreislaufwirtschaft geht es um Teilen, Mieten, Reparieren, Ausleihen, Upcycling, Neugestaltung und Recycling. Und auch das Second-Hand Kaufen ist damit gemeint. Ich habe gerade mein Handy ersetzen müssen, nachdem mein altes iPhone 6 wirklich sechs Jahre lang ganz prima gehalten hat, nun aber leider nicht mehr zu reparieren war. Wie immer bei Technik kaufte ich mir ein gebrauchtes Handy über rebuy. Es ist ein iPhone X geworden, dass ich wieder bis zum letzten funktionierenden Tag nutzen möchte. Mein altes Telefon lasse ich nun fachgerecht recyclen, damit so alle Wertstoffe, die man noch aus dem alten Gerät lösen kann, wieder dem Kreislauf zugeführt werden können. #reuse & #recycle.

 

Zwei linke Hände? Reparieren geht dennoch!

In den meisten Großstädten gibt es Reparatur-Cafés, wo einem geholfen wird. Zugegeben, in Corona-Zeiten mögen diese geschlossen sein. Aber es gibt ein Leben nach Corona! Glaubt mir! Im Zweifel kann man beispielsweise einen Aufruf bei nebenan.de, am Schwarzen Brett im Supermarkt oder auf Facebook starten und Menschen bitten, bei der Reparatur zu helfen und dafür eine eigene Dienstleistung anbieten. Vielleicht fehlt jemandem ja ein Grüner Daumen und er freut sich über ein paar Setzlinge? Und dann gibt es ja nicht nur die vielen Tutorials auf YouTube, die einem bei einfacheren Dingen wir Socken stopfen über die Runden helfen können, sondern auch die vielen Anleitungen bei iFixit. #repare

Credit: Maria Bayer

So geht ein perfekter Kreislauf – hejhej-mats

Yogis sind die Matten von hejhej-mats schon länger ein Begriff. Deren closed-loop Yogamatte hat genau den Kreislauf, den Circular Monday anspricht. Die Matten bestehen aus 1,5kg Schnittresten, die in der Schaumstoffproduktion anfallen, werden in Deutschland hergestellt. Im Produktionsprozess werden teilweise Menschen mit Leistungseinschränkungen beschäftigt. Und versendet werden die Matten klimaneutral in bereits genutzten Verpackungen. Am Ende des Matten-Lebens werden die Matten, sofern wieder zurückgegeben, in neue Matten verwandelt. So geht Kreislauf! Und weil ich im Blog von hejhej-mats einen Post zum Thema Circular Monday gelesen hatte, habe ich mal beim Unternehmen gefragt, warum ihnen die Bewegung so wichtig ist: „Wir unterstützen den Circular Monday, weil wir fest an die Kreislaufwirtschaft glauben. Wir selber produzieren die hejhej-mat zirkulär, sodass weder natürliche Ressourcen verwendet werden, noch neuer Abfall entsteht im Laufe der Produktion. Wir wollen der Umwelt etwas Gutes tun und Yoga mit gutem Gewissen praktizieren. Der Circular Monday ist ein super Tag um Inspirationen für alternative Konsumwege zu sammeln. Wir sind das zweite Jahr ein Teil der Bewegung, weil wir daran glauben, dass jeder etwas Zirkularität in seinen Alltag integrieren kann. Jeder kleine Schritt hilft!“

 

Pia von hejhej-mats hat zudem die liebsten #reuse-Ideen des Teams verraten:

 

1. Einmachgläser von Brotaufstrichen: Kann man nach dem Auswaschen für den nächsten Einkauf im Unverpackt-Laden wiederverwenden oder als Teelichthalter nutzen.

2. Wiederverwertbare Kaffee-/Teebecher (To Go): In vielen Cafés bekommt man damit sogar einen kleinen Rabatt.

3. Lunchbox: Snacks und Verpflegung für Reisen und Ausflüge bereiten wir so gut es geht vor, dann sind wir versorgt und sparen unterwegs Verpackungsmüll.

4. Kaffeefilter: Es gibt Kaffeefilter aus z.B. Stoff, die man mehrfach verwenden kann.

5. Wachstücher: Die kann man aus Baumwollstoff auch ganz leicht selbst machen und hat eine super Alternative zu Frischhaltefolie. Bienenwachs ist auch antibakteriell.

Am 23. November zeigen die Circular Monday Buddys Flagge: Viele tolle Geschäfte wie „Mit Ecken und Kanten“ und „Oma Klara“, aber auch „rebuy“, „Good Jobs“ und sogar viele Greenfluencer:innen weisen auf Instagram und anderen Plattformen auf den Circular Monday hin oder bieten kleine Projekte an. Schaut euch hier die Liste der teilnehmenden Buddys an und ladet euch selber den Hashtag als Logo runter, um auf Instagram und Co. mit einem Post selber Flagge zu zeigen. Wie ihr wisst, habe ich keine Social Media Accounts mehr, zeigt also bitte für mich Flagge mit! <3

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