Meine Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden bei Trauma und Burnout
Ich hatte es angekündigt: In meinem Blogpost mit dem Thema „20 Jahre Therapieerfahrung – Weirdos und Healer”, hatte ich versprochen, ich erzähle euch auch von meinen Bullshit-Erfahrungen im Bereich der alternativen und spirituellen Heilmethoden. Life-Coaching, Hypnose, Theta-Healing, Energiearbeit, Globuli für 300 € das Stück – wer verzweifelt auf der Suche nach Heilung ist, gibt dabei mitunter viel Geld für Bullshit aus. Ich auch.
Spirituelles Gaslighting – das Geld hängt an den Bäumen
Der globale Markt für spirituelle Produkte und Dienstleistungen soll global laut Statistik 2026 auf 194,12 Milliarden US-Dollar ansteigen und bis 2034 voraussichtlich fast 254,69 Milliarden US-Dollar erreichen. Alter Schwede.
Ich will hier nicht die alternativen Heilmethoden oder spirituellen Ansätze verteufeln. Es gibt sicherlich ganz tolle Kurse, Coachings, spirituelle Methoden, um Menschen ganzheitlich zu heilen oder zumindest zur Heilung beizutragen. Ich glaube auch, Menschen mit einfachen Lebensfragen, handelsüblichen Problemen oder der Suche nach spiritueller Weiterentwicklung sind in Coachings oder spirituellen Gruppen durchaus gut aufgehoben. Alle anderen gehören in professionelle Hände und nicht nach Bali in die Fänge von super-weirden Schaman*innen.
Der Coaching-Markt untersteht keiner Regulation. Es gibt keine Zertifikationen und Lehrabschlüsse in der Szene und jede/r darf sich Coach/in nennen, auch wenn die gesamte „Ausbildung“ an nur einem Wochenende bei Udemy digital im Schnelldurchlauf erfolgte. Gerade im Coaching- und im Spirituelle-Heilung-Bereich tummeln sich Manipulator*innen und Narzisst*innen. Glasklar, nirgendwo ist die Klientel vulnerabler, verzweifelter und deshalb besonders gutgläubig und leicht auszunehmen.
Mein Bullshit-Radar und die Chakren
Glücklicherweise habe ich ein stark ausgeprägtes Bullshit-Radar und als Atheistin fällt es mir grundsätzlich schwer an Dinge wie „Law of Attraction – Das Gesetz der Anziehung“ und ähnlichem zu glauben. Und dennoch habe ich ein bisschen was ausprobiert, und das war mitunter weird, mitunter nutzlos und manchmal sogar heilsam. Heilsam war und ist vor allem Yoga. Logisch, fast alle Menschen, die du fragst, beantworten dir die Frage, wie sie zum Yoga kamen mit: Ich war da in einer schweren Phase. Auch mir ging das so. Mein Burnout 2016 hat mich zum Yoga gebracht. Und ich bin bis heute geblieben. Yoga und auch die Ayurvedischen Praktiken haben mir wahnsinnig gutgetan und sind heute fester Bestandteil meiner Routinen. Im Zuge des Yogas begeisterte ich mich dann eben auch für die spirituelle Praxis. War ja schließlich Bestandteil jedes Instagram-Feeds von jedem Yoga-Chicks. Fullmoon-Klebesteinchen im Gesicht. Woman Circles. Schamanismus. Und Coachings. Nach und nach erkundigte ich mich über die 5h-Uhr-Methoden, hörte Wellness-Podcasts, las Witerentwicklungs-Bücher, folgte Tony Robbins – schließlich wartete an jeder Ecke ein neues Heilversprechen. Alle wussten, wie man mich heilen konnte. Toll! Aber es geriet aus dem Ruder, denn da das Geld quasi an den Bäumen hing, boomten diese so callled Life-Coach*innen. Und kopierten einander ihre Angebote, um sie möglichst schnell auf Instagram anzubieten. Zuerst wurde dafür der schwammig gehaltene Need gestrickt: Du bist müde/dünnhäutig/gestresst? Sogleich folgte die Rettung: Ich helfe dir, wieder in deine Stärke zu kommen / dein Inneres ich zum Strahlen zu bringen / dein authentisches Ich zu finden. „Meditiere mit mir – die Masterclass, heute für nur 1.999 €.“
Ich war quasi live dabei, als meine selber arg verschrobene Nachbarin einst solche Workshops „kreierte“ (aka kopierte), dabei selbst im Rabbit Hole „Persönlichkeitsweiterentwicklung“ verschwand und gar nicht mehr checkte, was eigentlich in ihrem Leben alles schiefging. Sie hatte sich aus dem Urlaub einen aggressiven Typen mit nachhause gebracht, der sie und mich (hellhörige Wohnung) wahnsinnig machte und mich durch seine laute Art in eine Re-Traumatisierung stürzte. Er war der Beginn meiner bis heute anhaltenden Angststörung, der Phonophobie. Darüber schrieb ich ja hier bereits und war auch schon in Podcasts zu Gast. Die Nachbarin hatte eine ganz einfache Lösung für den gewalttätigen Freund und mich. Sie diagnostizierte uns: blockierte Chakren. Damit schob sie die Verantwortung über die von ihrer verursachten Situation auf uns. Sie käme gerade von einem intensiven Chakren-Workshop und habe gelernt, was blockiert Chakren alles auslösen können. Reinigt die Chakren, und ihr seid geheilt.
Das ist schlicht Gaslighting. Spirituell erweckte Menschen gaslighten ihre Mitmenschen. Nie sind sie an etwas beteiligt oder für etwas verantwortlich, immer liegt der Problem-Ball im Feld der anderen. Es sind die blockierten Chakren, die verstopften Meridiane oder die Negativität der Anderen. Law of Attraction: du ziehst an, was du aussendest. Der Fachbegriff dazu heißt übrigens „Spirituelles Gaslighting“. Wusste ich damals nicht und versuchte verzweifelt, meine Chakren mithilfe von YouTube-Videos zu reinigen. Hat natürlich nicht geklappt und der Typ wurde irgendwann von der Polizei, ganz un-spirituell, aus dem Haus geworfen, da half wohl auch die Chakren-Reinigung nichts. Und ich blieb zurück mit Panik und Verzweiflung. Deshalb next: Das Kapitel Energiearbeit.
Kosmischer Staubsauger – Der toxische Energie-Coach
Meine unsympathische, mobbende Kollegin schwärmte von dem Typ. Ihr Energie-Coach, der ihr Leben verändert hatte. Positiv natürlich. Ich zögerte. Nahm aber seine Visitenkarten. Und machte dann doch den Termin beim Coach. Der arbeitete in einer hübschen Altbau-Wohnung unweit des Hamburger Hauptbahnhofs, im dritter Stock. Der Typ machte die Tür auf und ich mit meiner typisch überdrehten Art, agitierte Depression, mitten im Burnout, hyper-vulnerabel, plapperte gleich zur Begrüßung los, bis ich im Behandlungsraum saß. Er, groß und hager, blickte mich nur schweigend an. Räusperte sich. Und sagte dann mit klarer Stimme, wie unangenehm er mein Verhalten fände. Ich wirke wie eine nervende 16-jährige, statt wie die erwachsene Frau, die hier vor ihm säße. Ich brach sofort in Tränen aus. Ich war so roh, mein Innerstes war nach außen gekehrt, seine Worte wirkten wie Essig auf rohem Fleisch. Heute weiß ich: Das war seine Methode. Denn er hatte mich direkt zu Beginn unterworfen und mir unangemessenes Verhalten, das er natürlich heilen kann, eingeimpft. Ein Master-Manipulator. Im weiteren Gespräch hatte er also gar keine Schwierigkeiten, mich direkt zum Folgetermin einzubuchen. An dem besagte Energiereinigung und Blockaden lösen stattfinden sollte. Mit: dem kosmischen Staubsauger. Zwei Wochen später kam ich also wieder, verstummt, legte mich im Nebenraum auf einer Liege. Über mir Stuck, neben mir die Altbau-Fenster, die den Straßenlärm nach innen ließen. Ich holte tief Luft, der Typ kam in den Raum und sagte, er werde nun mit den Händen über meinen Körper fahren und negative Energien „einsaugen“ und entblockieren. Besonders das Kopfchakra mache ihm Sorgen. Normalerweise sprühten dort die Energien heraus, bei mir tröpfelten sie nur. Okay, tröpfeln. Dann mal los. Er fuhr mit den Händen schwebend über mich, ohne mich anzufassen. So weit, so gut. Oder? Die Geräusche. Der kosmische Staubsauger war leider kein „leiser“ Staubsauger. Er brummte, er quietschte, er polterte. Ich lag also auf der Liege, während der sich Typ um die Liege schwang und „Hmmmmmmmoooooohmmmmppppppp, Chhrhrhrhrhrhrhrhrhrhr, rooooooooompf“ dabei machte. In seiner vollen Bariton-Lautstärke. Ich lag stocksteif da. Das konnte nicht sein Ernst sein? Wie lange waren wir schon zu Gange, wie lange sollte das gehen? „Aaaaaaaakrkkkkkkkrrrrrrrkkkkkk“, „Uuuuuumpffffffff“ polterte der weiter durch den Raum und ich musste mir so auf die innere Wange beißen, dass ich mein Blut schmeckte. Ich versuchte mich abzulenken, in dem ich mir geistig einen extra großen Kaffee und ein extra großes Stück Bananenbrot vom Bio-Bäcker versprach. Da bemerkte er: „Deine Seele ist nicht ganz. Bei dem Tod deiner Mutter hat sich ein Stück deiner Seele abgespalten. Ich hole sie dir zurück“. Ich blinzelte. Kann nicht wahr sein, dachte ich, nickte aber nur ergeben. Sein anschließendes Geräusch klang, wie das Saugen eines Balls durch ein Rohr. Fuuuuump. Fertig, Seele wieder ganz, ich durfte aufstehen. Ja. Ich habe 200 € dafür bezahlt, dass man mir meine Energieblockaden löste und meine Seele wieder vereinte. Das ist zwar eine spitze Anekdote für Partys, aber ansonsten der pure Bullshit. Die armen Seelen, die er alle gereinigt hat. Oder noch reinigt.
Dabei war das bereits die zweite Energiearbeit, auf die ich hereingefallen war! Um 2014 herum hatte ich eine Sitzung bei einem Allgemeinmediziner, der zudem alternative Heilmethoden anbot, gebucht. Also abends nach seinem Feierabend in die Praxis nach Eppendorf und ab auf die Liege.
Ich lag da also auf einer Liege und auch er fuhr den Körper ab, ohne zu berühren. Seine Art der Energiearbeit war aber das Erfassen von Impulsen. Also, was er „erfahren“ hat. In meinem Fall waren das drei Impulse. Buckle up!
1. Die Hexenverbrennung. Er sah mich auf dem Scheiterhaufen verbrennen.
2. Er sah mich auf einem einsamen See alleine in einem Boot rudern.
3. Er betrachtete eine harmonische Familienszene mit meiner Mutter und Vater unter einem Baum.
Betreten saß ich da. Ist die Hexe nicht das beliebteste Motiv bei Rückführungen? Ausgelutscht! Der See? Er wollte mir damit Einsamkeit assistieren, dabei habe mich in meinem ganzen Leben noch nie einsam oder alleine gefühlt, eher ein zu viel an Menschen. Ist aber eventuell ein Frauen-Ding, dachte der Typ wohl. Die Familienszene? Hätte nicht falscher sein können. Ich bin schwer traumatisiert aus meiner Kindheit gegangen, hier liest du mehr davon. Mein Bullshit-Radar schlug wild aus, aber was willst du in so einem Moment sagen? Ich verabschiedete mich schnell und ärgerte mich über die 100 €. Allgemeinmediziner. Pffft.
Human Design: jesusundich.de
Eigentlich geht es hier weniger um Heilung, aber das Erlebte ist zu gut, um nicht davon zu berichten. Schade, ich habe den ganzen Krempel weggeworfen. Zu gerne hätte ich hier mein Human Design Chart präsentiert. So bleibt mir nur die Erinnerung an Jesus. Jesus? Ich greife vor. Human Design sagte mir nichts, als unsere eigentlich wirklich sehr bodenständige Agenturchefin unsere Charts von einer ausgesprochen etablierten Human-Design-Coaching-Frau aus Berlin erstellen ließ.
Human Design ist die Bezeichnung für ein esoterisches Konzept, das ein nicht-psychologisches persönlichkeitsdiagnostisches System sein möchte, welches die individuellen Dispositionen eines Menschen über den Zeitpunkt der Geburt definiert. Wikipedia
Die Dame reiste also aus Berlin mit dem Zug an, und setzte sich ein paar Tage lang mit jeder von uns eine recht lange Zeit in einen Raum, um uns intensiv zu befragen. Auch einen Fragebogen gaben wir ab. Darin die genaue Geburtszeit und die Koordination unserer Geburtsstätte. Als dann fuhr sie bepackt mit all den Daten wieder nach Berlin. Wenige Wochen später kam sie dann zur großen Human Design Präsentation wieder. Wir waren milde gespannt.
Komplizierte Gebilde mit einem stilisierten Menschen, die Chakren (Ey, diese Chakren.), einigen Pfeilen und Nummern ergaben ein Human Design Chart. Unser ganz explizites, individuelles Chart. Leider weiß ich nicht mehr viel von meiner Präsentation. Die besagte Coachin startete meinen Teil mit der Eröffnung, das mein Chart, mein Ergebnis so selten sei, wie kaum ein anderes. Nur ein Prozent der Menschheit hat dieses Chart. Auch Jesus seid darunter. Betretenes Schweigen und Blickwechsel meiner Kolleginnen. Was soll man dazu auch sagen, wenn man da bei Keksen und Espresso im schicken Showroom einer Agentur sitzt, wo normalerweise Kunden ihre PR-Präsentationen bekommen. Und plötzlich Jesus. Jesus!
Alles, was danach kam, habe ich ausgeblendet und die Ausarbeitung in die Tonne gekloppt. Vielleicht benenne ich den Blog einfach mal um: jesusundich.de? Ich habe überhaupt nichts gegen Human Design, aber letztlich schenkt es sich doch alles. Numerologie, Eneagramme, Human Design, ich brauche das alles nicht um zu wissen, wo meine Stärken und Eigenschaften liegen. Ich bin schließlich Jesus.
Der Hypnotiseur hat’s mit mir schwör
Eine Bekannte schwor auf ihren Hypnotiseur, der ihr in nur einer Sitzung das Rauchen abgewöhnt hatte. Tatsächlich, die Frau rauchte nicht mehr. Aber ich blieb skeptisch. Ich lasse nichts und niemanden an mein Unterbewusstsein und ich glaubte nicht mal an Hypnose. Dennoch, die Verzweiflung. Ich buchte einen Termin. Kleine Praxis im Ladengeschäft eines Gelbklinkers, esoterisch eingerichtet. Wasserbrunnen, Bambus-Fototapete, viel Klimbim. Die Behandlung fand im Sitzen im bequemen Sessel statt. Klar, man soll sich fallen lassen können und sich entspannen. Habe ich mich entspannt? Ich weiß es nicht mehr. Da mein Nervensystem damals allerdings in einem 24/7-Notfall-Modus stand, wird es mir zumindest schwergefallen sein. Er stand hinter mir, ich schloss die Augen. Ich sollte einfach nur zuhören und mich dabei auf seine Worte konzentrieren. Die kamen nun von nah und fern, denn er schien sich hinter mir hin und her zu bewegen, sehr effektvoll. In seinen Worten affirmierte er mir meinen baldigen Auszug aus der (siehe oben, hellhörigen aggro-Wohnung), ja, er nannte sogar ein konkretes Datum, den 31.03. des folgenden Jahres. Meine Traumwohnung würde ich finden und meine Ängste ein Ende haben. Dies also waberte er mir mit monotoner Stimme ein ums andere Mal um den Kopf. In mein Gehirn fand das aber keinen Einzug. Mir war es vorher schon klar, in mein Unterbewusstsein kommt keiner rein. Auch er nicht. Viele Jahre später sagte mir die Therapeutin auch, natürlich werden Menschen mit komplexen Traumaerkrankungen nicht bereitwillig geistig Hof und Türe öffnen. Denn so, wie etwas hineingelangt, könnten auch abgespaltene Erlebnisse herauslangen. Und das will das Unterbewusstsein verhindern. Zum Schutz. Was er mir da rein-setzen wollte, hatte mit Überzeugungskraft und Law of Attraction auch einfach gar nichts zu tun. Der Hamburger Wohnungsmarkt ist einfach dermaßen angespannt, dass kein universelles Genie daran etwas verändern kann. Klar, eine Bekannte hat später felsenfest behauptet, sie habe sich ganz easy ihre Traumwohnung in Hannover herbeigezaubert, aber please. Ein guter Arbeitsvertrag mit festem Einkommen ist eine gute Basis, für eine Wohnungssuche. Eine Hypnose ist es nicht. Kostenpunkt: Wieder mal, 100 € für die Behandlung.
Ob die Bekannte, die mir Theta-Wellen quer durch die Stadt schickte. Ob der Womans Circle, bei dem man wild hüpfend in der Altbau-Bude zu Trance-Techno herumbrüllte, die Kakao-Zeremonie, Ayahuasca, Numerologie, Tantra, das Kangen-Wasser, die doterra-Produkte – kann man alles machen. Muss ich aber nicht. Ich lasse mich von MLM-Freundinnen nicht mehr beballern mit Heilsversprechen. Mit Kangen Burnout heilen. Mit Theta-Wellen Depressionen. Ach, hau ab. Ich habe schnell gemerkt, dass nicht nur die Coaching-Szene toxisch verseucht ist, sondern dass mein gesunder Menschenverstand mir sagt, was ich brauche. Es gibt wirklich tolle Angebote. Aber meine Learnings aus dem Ausflug in diese Szene ist:
1. Psychische Erkrankungen gehören in die Hände von Expert*innen.
2. Alles andere ist Lifestyle und lustig bis hilfreich, das meiste kann ich mir allerdings selber anlesen.
3. Im worst-case betreiben die Anbieter*innen kulturelle Aneignung. Wer noch nie in Peru war, aber Schamanismus anbietet, tut genau das.
Also: Checkt eure Anbieter*innen ganz genau. Wo haben sie was von wem gelernt, welche Zertifikate können sie bieten? Oft ist die kleine, rumpelige, alteingesessene Praxis viel besser als eine super-stylische Angeber-Bude, wo die instagrammable Betreiberin nur Bullshit anbietet.
Mir hat vor allem die Behandlung durch meinen Ayurveda-Arzt in Rosengarten gefallen. In 1,5h Anamnese-Gespräch hat er mir viele hilfreiche, relevante Informationen gegeben und seinen Ratschlägen folge ich überwiegend noch heute. Sein wichtigster Rat damals war die Aussage, dass er nur die Symptome lindern kann, aber die Ursachen nicht. Ich müsste in die Natur ziehen, um Besserung zu erfahren. Und damit hatte er zu 100 Prozent recht. Erst hier, im Garten, an den Seen, an den Wäldern, wenn ich Kröten zur Paarungszeit über die Straße trage, oder meinen Wildgarten anlege, geht es mir signifikant besser. Und meine abgeschlossene Traumatherapie könnte auch dazu beigetragen haben. Lol.
Zu meiner Spiritualität. Ich lasse mich von meinem Inneren leiten. Ich flirte mit Witchcraft, seit ich Kind bin, nenne mich aber nicht Witch. Sobald der Herbst einsetzt, spüre ich den meine witchy Seite, den Drang nach Hexen-Ritualen. Sobald der Frühling kommt, will ich Bewegung in Form von Yoga, Sport, Qigong. Ich mache, was meine Intuition mir sagt und damit fahre ich gut. Wenn ich Lust zu Tarot habe, großartig. Wenn nicht, eben nicht. Ja, ich lege meine Kristalle an Vollmond raus! Aber ich glaube nicht an Astrologie. Ich folge der inneren Stimme. That’s my thing. Was ist deins! Erzähle mir von deinen Erfahrungen!