Die Max Mustermann Akten: Epsteins gibt es auch in deinem Ort

Auf einer Demo hält jemand ein Schild als Protest zu Epstein hoch. Darauf zu sehen in der Form des FRIENDS-Logos: Epstein, Melania und Donald Trump und Gishlaine

Credit: Donald Teel I Unsplash

Rant. Ich könnte derzeit täglich Rants schreiben. Über den wiederkommenden Modetrend Echtpelz, über politische Nebelkerzen der Lobbyist*innen (Zahnarztkosten-Erstattung streichen) gerne auch über rechte Christ-Fluencer*innen. Aber ich kann mich beherrschen. Diese ganze Wut und Empörung tut mir nicht gut. Doch dieses eine Thema. Dieses eine, die globalen Titelseiten beherrschendes Thema.

Das muss jetzt gerantet werden. Die Wut muss raus. Das alte Eliten-Narrativ von Epstein und seinen Superreichen. Diese unerträgliche Doppelmoral der Epstein-Berichterstattung. Ich schreibe diesen Text, obwohl ich es eigentlich nicht will. Zu sehr regt ihr mich auf. Ja. Ihr. Nicht (nur) Epsteins Elite. Sondern ihr Journalist*innen, Influencer*innen und sonstige Meinungsmacher*innen.

 
Ein iPad liegt auf einem Tisch, darauf ist das digitale Cover-Bild vom STERN zu sehen.

Mein iPad, Sterns Cover

 

Die Verschwörung: die böse Elite und wir 😇

Viele Medien berichten über Epstein, seine Files und sein Adressbuch. Klar, quasi alles kriminelle Idioten im Buch, sehe ich auch so. Quer durch die deutsche Medienwelt rast das Thema, egal ob BUNTE oder bei YouTube, BILD oder FAZ. Promiflash oder dem Spiegel. Ich habe mir aber stellvertretend für alle scheinheiligen Artikel den des Sterns herausgepickt, da dieser Artikel für mich ganz besonders die bigotte Berichtserstattung zeigt. Der Stern setzt aufmerksamkeitsstark auf das sich bewährte Empörungs-Motiv „der Eliten“. Das zieht, das wollen die Leute lesen. Dass die oft zitierte Theorie der Elite & der ominösen geheimen Gruppen oft antisemitisch aufgeladen ist, egal.

In Verschwörungserzählungen agieren geheime und mächtige Gruppen im Verborgenen, um gesellschaftliche Ereignisse zu ihrem Vorteil zu kontrollieren. Die Erzählungen basieren auf der Vorstellung, dass nichts zufällig geschieht, dass alles miteinander verbunden ist und dass offizielle Erklärungen grundsätzlich falsch oder manipuliert sind. Quelle: Cultures Interactive

Beim Stern-Artikel über „Die Weltzerstörer“ liest man: „Die Berge von Ermittlungsakten dokumentieren mehr als den größten Missbrauchsskandal der Geschichte der Vereinigten Staaten. Sie zeichnen auch eine der gefährlichsten Parallelgesellschaften unserer Zeit: die der reichsten und mächtigsten Menschen der Welt, des obersten Promilles.“ Weiter schreibt der Stern: „Umwelt? Vergiss es! In den Epstein-Mails ist die häufigste Frage: Wo bist du gerade? Antwort: Mein Privatjet ist gerade gelandet. Bin im Heli. Liege auf dem Sonnendeck meiner Yacht.“ So weit, so möglich. Aber ist Hedonismus, Nepotismus und Sexismus wirklich nur ein Privileg der Reichen?

 
Ein Kreuzfahrtschiff von oben auf tiefblauem Meer

Doug Upp I Unsplash

 

Nepotismus – Normalos unter sich

Ja, die Epstein Files zeigen faktisch eine Verflechtung von Missbrauch und politischen Gefälligkeiten: kleinere Freundschaftsdienste wie die Beschaffung eines begehrten College-Platzes, größere Dienste, wie die Vergabe von millionenschweren Aufträge, oder gar das Durchwinken von bestimmten Gesetzen – und nebenbei wird im Lolita-Express gemeinsam missbraucht. Und das soll nur den Superreichen vorenthalten sein? Lol. Das gleiche System zieht sich doch bis in die unterste Einkommensschicht.

Nepotismus – die gute alte Vetternwirtschaft – greift in jedem Dorf. Ob jetzt Bauer A mit Bauer C eine nicht ganz saubere Absprache trifft, oder ein Geschäftsführer eines KMUs Schwarzgeld mittels eines Cousins wäscht: Same same, but not different. Flächendeckend dazu gibt es im „Puff Europas“ gut zu erreichende Saunaclubs, Bordelle, Modellwohnungen, einen Straßenstrich mit Campern. Hier wird dann gerne gefeiert: Dieser eine Vertragsabschluss, der andere unter-der-Hand-Deal. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts. Den Volljährigkeit-Nachweis der ausgewählten Dienstleister*in lässt man sich natürlich zeigen, bevor man(n) zur Sache geht … Oder? Oooder?

Okay. Schauen wir uns hier weiter an, was diese Superreichen alles tun sollen, was Otto-Normal-Verbraucher laut des Sterns angeblich nicht tut: „Normalos weltweit bemühen sich, immer strengere Abgasnormen einzuhalten, um die Klimakatastrophe einzudämmen.“

Die Realität zeigt, Max und Erika Mustermann scheißen auf die Umwelt: Jede vierte Person in Deutschland hat bereits bei Temu eingekauft. Das Umweltbundesamt schreibt zum Thema Bemühungen: „Im Jahr 2024 beurteilen 54 Prozent den Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtig. Allerdings nimmt die Bedeutung des Themas ab.“ 2019 gingen bundesweit noch 1,4 Millionen Menschen für Fridays for Future auf die Straße – im September 2025 waren es noch 75.000. Also ja, ein Privatjet verursacht eine extrem große Menge an CO₂. Eine Kreuzfahrt aber auch. Erika und Max versauen eben ihrer Einkommensschicht entsprechend die Umwelt. Die Normalos bescheißen bei der Steuer, ganz unelitär. Bleibt aber Betrug. Normalos arbeiten schwarz am Fiskus vorbei, scheißen auf ordentliche Mülltrennung oder Zero Waste; und nehmen für jeden Kilometer das Auto. Sie betreiben kein Ehrenamt und pöbeln auf antidemokratischen Demos. Sie fordern Billigfleisch und jammern über den vegetarischen Kantinen-Donnerstag. Lieben das Fliegen und verzichten lieber auf die Bahn. Und kaufen Kinder-Sexpuppen bei SHEIN.

Stern-Autor*innen wissen das, sie wissen wie man recherchiert. Sie wissen, wie man Texte schreibt. Sie wissen auch, wie man Leser*innen geschickt empört. Der Stern hat schließlich den Skandal rund um Christiane F. und ihren Kindern vom Bahnhof Zoo geschaffen, in der es ausschließlich um die 13- bis 14-jährigen Prostituierten Berlins ging. Das gibt es auch heute noch. Der Strich ist nur ins Internet abgewandert. Dort wird er frequentiert von Normalos. Gut, mag vielleicht auch mal ein Staatsdiener oder DAX-Konzern-Chef dabei sein. Aber hauptsächlich: die Normalos. 
Das Problem ist nicht nur die Elite. Das Problem ist eine Gesellschaft, die Nachfrage produziert.

 
Eine Neon-Reklame zeigt den Schriftzug "Sex Shop" in rot.

Maxence Pira I Unsplash

 

Sex for the Masses – Jeden Tag, weltweit

In Deutschland wird die Zahl der Sexarbeiter*innen auf etwa 400.000 geschätzt (Dunkelziffer), die Tendenz ist steigend. Die Nachfrage ist groß – und jede/r Sexarbeiter*in hat am Tag sicher nicht nur einen Freier. Do the math. Ob diese Arbeiter*innen diesen Job freiwillig tun, ob sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Deutschland gelockt wurden, ob sie traumatischen Lebenssituationen entkommen sind oder ob hinter ihnen ein Kartell steht, das Menschenhandel betreibt – das interessiert niemanden.

Keinen Freier.

Keine Influencer*innen.

Keine Medien.
Keine Normalos. Keine Rapper
. Wobei!

 
Ein Aluhut liegt auf einem weißen Stuhl

Tom Radetzki I Unsplash

Ausgerechnet: Der Rap-Aluhut ist wieder da

Ausgerechnet Protagonisten der Rapszene wollen Xavier Naidoo, dem bekanntesten Aluhut der Rapszene, um Verzeihung bitten. Dabei ist die Rapszene die misogynste, sexistischste Szene überhaupt. Im HipHop werden – gerade junge – Frauen in Song-Lyrics vergewaltigt, missbraucht und misshandelt. Sie tanzen nackt in Videos, auf Bühnen und bevölkern den Backstage. Und sind oft weit unter 18. Ich weiß das. Ich war dabei. Das wissen auch die, die Naidoo nun um Verzeihung bitten wollen. Zur Erinnerung: Xavier Naidoo hatte vor einigen Jahren in die Handy-Kamera geweint, jetzt, in diesem Moment würden weltweit Kinder befreit werden. Diese von „der Elite“ entführten Kinder habe man zu den Zwecken der Blutgewinnung entführt. Aus dem Blut dieser unschuldigen, reinen Kinder könne man schließlich Adrenochrom gewinnen. Sich spritzen. Und damit quasi endlos leben können.

 
 

Nun also Stimmen aus der Rapszene, ob man sich nun entschuldigen müsse, Naidoo hätte ja durchaus was Wahres gesagt. Die Epstein Files würden das ja irgendwie beweisen. Äh, träume ich? Wollt ihr mich verarschen? 
Hier zwei Auszüge aus Rapsongs, damit ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt, ob die rappenden Normalos da viel besser sind:

Sido – Arschficksong‍ 
‍
Es fing an mit
dreizehn und 'ner Tube Gleitcreme
. Kathrin hat geschrien vor Schmerz (Ah), mir hat's gefall'n
Ich hab' experimentiert (Yeah), Kathrin war schockiert
Sie hat nicht gewusst, dass der N****-Dildo auch vibriert (Bzz)
Ihr Arsch hat geblutet und ich bin gekomm'n (Yeah, ahh)


Kollegah & Farid Bang– Dynamit
Und die Bitches heute wollen Jungfrau bleiben

2 Optionen, Arsch oder Mund auf, Kleines


Reicht als Anschauungsmaterial, oder? Gibt tausende von solchen Songs. In der Rapszene gab es in den letzten Jahren mehrere junge Frauen, die ihre erlebten Missbrauchserfahrungen mit Rappern, publik machten: #deutschrapmetoo. Es ist also wirklich lächerlich, jetzt so zu tun, als ob elitär ein Verbrechen geschehen würde, dass nicht wiederholt in Backstages und auf Aftershow-Partys stattfindet.

Naidoo latscht also unlängst, von der Rapszene begnadigt, im Rahmen einer Demo vor das Kanzleramt und schwadroniert in Reporter*innen-Mikros: „Das sind Teufel, Dämonen, Kinderfresser. Das sind keine Menschen. Unwissentlich haben wir bestimmt alle schon einen Menschen gefressen.“ Er meint damit einen Chipshersteller, der seine Produkte mit „embryonalen Gewürzmitteln“ versehen würde. Und alle Welt berichtet darüber.

Was dabei leider komplett untergeht ist die wichtige Demo-Botschaft: Gerechtigkeit, Schutz und Aufarbeitung für Opfer. Hier kannst du die Demo auf YouTube sehen. In der Tagesschau erscheinen sie nur in einem kleinen Absatz:

„Die Organisation Justice for Survivors, die die Demonstration organisiert hatte, distanzierte sich in einer offiziellen Stellungnahme von den Aussagen Naidoos und verwahrte sich gegen die Instrumentalisierung ihrer Veranstaltung durch den Sänger und rechte Parteien.“ Quelle: Tagesschau.de

 
Das Visual Bild zur Petition Fonds sexueller Missbrauch muss fortgesetzt werden

Das Kampagnenbild zur Petition

 

Statt sensationsgeil Jeffreys Massage-Stuhl-oder-Dildo-Sammlungen-Fotos zu drucken, sollten Medien sich auf den eigentlichen Skandal fokussieren. Unsere Regierung streicht gerade erst dringend benötigte Gelder für NGOs. Der „Fonds sexueller Missbrauch, Stütze für unzählige Betroffene“, soll trotz Koalitionsversprechen nicht fortgeführt werden. Oben seht ihr das Kampagnenbild zum Widerstand gegen diese Entscheidung, hier geht es zur Petition. ✍🏻

Denn wenn Gelder gestrichen werden, gibt es noch weniger Aufklärung und noch mehr Opfer, die schwer traumatisiert zurückbleiben. Dabei gehen heute schon Mitarbeitende von NGOs wie Dunkelziffer e. V. in die Büros von Richter*innen, Staatsanwält*innen, in Schulen und Kitas, um über sexuellen Missbrauch aufzuklären und von aktuellen Entwicklungen in der Szene zu berichten. Dabei ist das die Aufgabe des Staates, der aber zu wenige Stellen dafür bereitstellt. Udn Geld streicht. Weil, ist ja nicht Epstein. Ist ja weit weg.

 
 

Exkurs: Pädophile und Hebephilie – von der Antike bis in die 70er

Regt mich auf. Die meisten kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Pädophilie und Hebephilie, werfen aber mit dem ersteren um sich. Ständig wird das Wort „Pädo“ für einen Epstein oder Trump genutzt. Dabei waren die meisten Opfer von Epstein und seiner Clique über 13 Jahre alt, meist waren sie zwischen 16 und 18 Jahre. Somit waren die missbrauchenden Männer hebephil.

Pädophilie = sexuelle Präferenz für Kinder mit vorpubertärem Körperschema (bis ca. 11 Jahre)

Hebephilie = sexuelles Interesse an Jugendlichen im pubertären Alter

Hebephilie und pädophile Tendenzen sind kein neues Phänomen, sie sind so alt wie die Menschheit selbst. In der Antike wurden heranwachsende Jungen in Griechenland unter dem Deckmantel der Pädagogik schwer missbraucht. Im vorislamischen Iran war familiärer Inzest verbreitet. In Europa und Deutschland gibt es historische Aufzeichnungen über Inzest und Missbrauch.

Zuletzt verdankten wir den 68ern und der sexuellen Revolution einen Aufschwung in Sachen Missbrauch an Kindern und Heranwachsenden. Der damalige Zeitgeist gab sich extrem liberal. So stellt man die nackte, dreijährige Eva Ionesco geschminkt und mit Strapsen bekleidet in ein Fotostudio. In verführerischer Pose. Für das Cover des deutschen SPIEGELS, Ausgabe: 23. Mai 1977. Mit zehn gab sie nochmal das nackte Covergirl, mit der reißerischen Headline „Die verkauften Lolitas“. Die Playboy-Fotos von der elfjährigen Eva fand man zur gleichen Zeit im italienischen Playboy. Am Kiosk, frei verkäuflich. Ionesco musste lange dafür kämpfen, dass diese Nacktbilder später aus dem Netz genommen wurden (genau wie Brooke Shields, deren Nacktbilder als 10-Jährige ebenfalls für den Playboy geschossen wurden). Ihr sehenswerter Film „I am not a fucking princess“ war ihre endgültige Befreiung.

 
 

Auch Politiker*innen waren Teil dieses Zeitgeists. Beispiel: Daniel Cohn-Bendit schrieb 1982 in seinem Buch „Der große Basar“: „Wenn ein 5-jähriges Mädchen sich beginnt auszuziehen, ist das ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ Ich bin deshalb, unter anderem, bei den Grünen ausgetreten. Aber jetzt! Endlich bekommt ihr was mit Elite! Die FDP hatte damals auch eine Splittergruppe, die sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern entkriminalisieren wollten. Popkultureller Missbrauch, und im Hintergrund plänkelt dazu leise im Hintergrund Udo Lindenberg, wie er sich an seine 14-jährige Freundin Nina anbiedert. Mögt ihr hören? Extrem schwieriger Text. Könnt ihr hier, live beim Auftritt im ZDF sehen.

 
Die Bloggerin Julia Köcher-Eckebrecht sitzt als Kind auf einer Wiese, ca. 1980

Yes, that’s me.

 

Mein MeToo: wieso gerade ich so rante

Ich selbst habe frühkindlichen Missbrauch erlebt, ich war so um die zwei Jahre alt. Mit fünf wurde ich mit zwei weiteren Freundinnen von ü-15-jährigen Jungs im Hausflur gezwungen, meinen Rock hoch und den Schlüpper herunterzuziehen; bevor man uns im Hinterhof einschloss. Mit 12 wurde mir auf der Straße von einem Autofahrer sein steifer Penis gezeigt, mit der Anordnung, doch bitte kräftig anzufassen. Mit 15 bot mir ein 55-jähriger Gast des Maritim Hotel Hannover 1.000 DM, wenn ich seinem Wunsch nachkam, „noch einmal im Leben eine Jungfrau zu entjungfern“. Männer jeglichen Alters haben mich ab da bis in die Endzwanziger hofiert und umgarnt, durchaus auch ungefragt angefasst oder einfach geküsst. Da waren auch Schauspieler und Musiker dabei. Aber eben auch Normalos. Je jünger ich aussah, desto besser kam ich an. Das alles hat mich nicht traumatisiert. Aber es machte mich sehr früh sensibel für das Leid anderer, die sexualisierte Gewalt erleben müssen.

 
Eine Google Rezension ist hier zu sehen
 

Sex-Arbeiter*innen sind Menschen

Wer wissen möchte, wie Sexarbeiter*innen behandelt werden, der liest sich solche lyrischen Ergüsse einmal durch. Die Bewertungen von Massage-Salons, Bordellen oder Huren-Foren lässt einen die kalte Kotze hochkommen. Ich habe nie auf Sex-Arbeiter*innen hinab geschaut, im Gegenteil. Ich begann früh, sie als Menschen zu sehen, sie freundlich zu grüßen, ihnen Kaffee zu bringen, nach ihrem Befinden zu fragen. Spendete regelmäßig für Vereine, die Menschen in der Prostitution oder von sexueller Gewalt Betroffenen helfen. Schon vor zwanzig Jahren engagierte ich mich ehrenamtlich für Dunkelziffer e. V., half, eine Plakatkampagne zu finanzieren und sammelte Spenden. Mühselig: Trotz eines Aufrufs in meiner damaligen Firma mit über 200 Mitarbeitenden kamen läppische 80 € zusammen, niemand will dafür Geld geben! Ich habe lange eine Päderasten-Gruppe auf Facebook bekämpft. Diese warben noch in den 2010ern für die „freie Selbstbestimmung“ zwischen Erwachsenen und Kindern. Ich habe Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, bis die Accounts gelöscht wurden. Ein winziger, aber notwendiger Tropfen. Ich will, dass alle Opfer gesehen werden. Die aus den Epstein Files. Die vom Kinderstrich an der tschechischen Grenze. Die vom Hamburger Kiez. Die von den Loverboys, die immer jüngere Mädchen im Internet ansprechen.

 
 

Hilfe für Opfer von sexueller Gewalt – allen!

Weg mit dem Narrativ, nur die bösen Eliten mit ihrem Lolita-Express. Hin zu echter Hilfe für die Opfer von sexueller Gewalt und Menschenhandel:

Wildwasser – wendet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind. Ebenso können sich Freunde und Angehörige von Betroffenen, Fachpersonal und ehrenamtlich Tätige Rat und Hilfe holen. wildwasser.de

Dunkelziffer e. V. – Seit seiner Gründung 1993 hilft Dunkelziffer e. V. Kindern und Jugendlichen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, und ihren Vertrauenspersonen. Dunkelziffer steht dabei kompromisslos auf der Seite der Betroffenen. Dunkelziffer.de

ragazza e. V. – Das ragazza ist eine niedrigschwellige und akzeptierende Kontakt- und Anlaufstelle mit einem integrierten Gesundheitsraum/ Konsumraum und bietet Hilfen für Frauen, die Drogen konsumieren und der Prostitution nachgehen. ragazza-hamburg.de

Lara Berlin – Lara ist eine Fachstelle bei sexualisierte Gewalt. Sie bietet Beratung, Krisenintervention und unkomplizierte Hilfe. lara-berlin.de

TAMARA Frankfurt -Ziel von TAMARA ist es, durch individuelle Beratung neue berufliche und private Perspektiven für Frauen in der Prostitution zu entwickeln, der gesellschaftlichen Diskriminierung entgegenzuwirken und die Öffentlichkeit für das Thema Prostitution zu sensibilisieren. tamara-beratung.de

Karo e. V. – der mir allerwichtigste Verein. Auch wenn jeder der hier vorgestellten Vereine und so viele, die ich nicht vorstelle wichtig und unterstützenswert sind! Aber seit ich in der Brigitte einen aufwühlenden Artikel über die Arbeit der Streetworker*innen las, versuche ich Aufmerksamkeit für Karo e. V. zu generieren. Hier, an der Deutsch-Tschechischen-Grenze finden die Max-Mustermann-Files jeden Tag auf dem Strich statt. Über Karo:

Seit 1994 informiert KARO e. V. über das Unfassbare, gibt den Opfern eine Stimme und fordert die Bevölkerung auf, Verantwortung für ihr Handeln und ihre Mitmenschen zu übernehmen. Wir helfen mit Herz und Verstand. Unsere Hilfe ist unkompliziert und beginnt direkt vor Ort. Derzeit finanziert sich die Arbeit des Vereins aus Fördermitgliedschaften, Geld- und Sachspenden. Öffentliche Mittel stehen lediglich punktuell zur Verfügung. Unterstützen auch Sie unsere Arbeit. karo-ev.de

Super wichtig: Hilfestellung für Menschen, die unter Pädophilie und Hebephilie leiden

Niemand ist schuld an seinen Neigungen. Doch wenn es um Neigungen geht, die anderen Wesen Schaden zufügen, gilt es, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Das kann ein Gespräch mit einem Arzt, einer Ärztin sein. Oder man wendet sich an eine dieser Hilfsorganisationen. Niemand wird hier beschämt, oder beschuldigt. Gemeinsam entwickelt man Strategien, um mit der Neigung umzugehen. Jeder, der sich an diese Vereine wendet, verdient großen Respekt. Auch für Angehörige geeignet!

Troubled Desire – Prävention, bevor etwas passiert. troubled-desired.de

Kein Täter werden – „Kein Täter werden“ richtet sich an Personen mit sexuellem Interesse an Kindern. Wir bieten Vertraulichkeit, einen geschützten Rahmen und ein auf Akzeptanz basierendes Konzept. kein-taeter-werden.de





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I love you – by Pamela Anderson I Und: I love you, Pamela Anderson!